Man spricht von faktisch bankrotten Euro-Staaten wie Griechenland, Irland, Portugal etc.

Aber wer spricht von Deutschland ?

Die deutschen Staatsschulden – aktuell rund 2 BILLIONEN Euro:

Für viele Deutsche ein relativ uninteressantes Thema, fühlt man sich doch nicht eigens betroffen.

Wir sollten aber nicht vergessen, dass WIR der „Staat“ sind, auch wenn wir von der „herrschenden“ Politkaste nicht so behandelt werden, ja, nicht einmal ein noch so leises „Gefühl“ vermittelt bekommen.

Die „politische Welt“ sollte sich einmal vor Augen führen, WER sie wirklich sind, sie sind nur UNSERE ANGESTELLTEN, mehr nicht. Diese treffende Aussage traf vor kurzem Gunter Gabriel bei Markus Lanz ( ab 2:22 ). Man kann von ihm halten, was man will, aber er spricht eine TATSACHE aus, über welche die Mehrheit der Bevölkerung nicht mal im stillen Kämmerlein nachdenkt.

WER macht diese Staatsverschuldung überhaupt möglich, wer stellt DAZU die Gelder bereit ?

Nun, jedem sind die laufenden „Appelle“, für das Alter „vorzusorgen“ noch gegenwärtig, die Ohren „klingeln“ immer noch, man könnte sagen, „die Aufforderung“ ist in Fleisch und Blut übergegangen.

Ja, WIR, die BEVÖLKERUNG machen jede weitere Schuldenorgie Jahr für Jahr möglich, indem wir WEITER in Lebens-/Rentenversicherungsprodukte wie Riester, Rürup etc. einzahlen bzw. NEUE Verträge ABSCHLIESSEN.

Denn unsere Vertragspartner, die Versicherungsgesellschaften, legen die eingezahlten Beitrage im wesentlichen in (natürlich auch deutschen) STAATSANLEIHEN an.

Das Manager-Magazin schreibt in seinem Artikel vom 10.08.2011:

„Die Branche legt das Geld der Kunden (rund 734 Mrd. €) zu knapp 90% in festverzinsliche Rentenpapiere an, ein Teil davon (rund 9%, wird im Absatz darunter genannt) auch in Staats- und Unternehmensanleihen der unter Beschuß stehenden Euro-Staaten.“

http://www.manager-magazin.de/finanzen/versicherungen/0,2828,779330,00.html

Lassen wir jetzt mal die laufende Finanzkrise, die NIE „weg“ war, allenfalls wurde sie „wegdiskutiert“, samt ihren möglichen Folgen mal ganz beiseite.

Vor einiger Zeit wurde uns von Finanzminister Hans Eichel eine doch sehr aufschlußreiche Wahrheit (ab 4:25) präsentiert:

„DAS (Anm.: „Schulden“) machen wir jetzt seit über dreißig Jahren, ZAHLEN AUCH NICHTS zurück, wenn ein Kredit fällig wird, wird ein NEUER aufgenommen, um den ALTEN abzulösen.“

oder auch alternativ als PodCast (ab 3:33):

http://daserste.ndr.de/panorama/media/staatsverschultung100.html

Die Beihilfe bzw. Mittäterschaft der vermittelnden BRD-Finanzagentur GmbH zum „Kreditbetrug“ der BRD wird HIER also UNVERFROREN eingeräumt, das ist ein absoluter Skandal.

Nun sollte aber JEDEM klar sein, der auch nur die Grundkenntnisse der Mathematik beherrscht, dass diese Methode aufgrund des Zinseszinseffekts zeitlich BEGRENZT ist, rund 60 Jahre IST ES SCHON GUT GEGANGEN.

Die Aufnahmen des zitierten Videos stammten aus dem Jahre 2002.

Bereits zu dieser Zeit betrug die deutsche Staatsverschuldung etwas mehr als 1,2 Billionen, d.h. durch absolut verfehlter „Haushaltspolitik“ und nicht zuletzt dank des Zinseszinseffekts ist die Verschuldung dannach innerhalb von rund 9 Jahren bis ins Jahr 2011 um 0,8 Billionen Euro und damit um 66,67% angestiegen.

Das ist in der Tat eine „ordentliche“ Leistung, wenn man bedenkt, dass die Verschuldung von rund 1,2 Billionen Euro vor dem Jahre 2002 in der Zeit zwischen 1948 und 2001, also erst innerhalb von 53 Jahren entstanden sind.

Bravo, Deutschland erlebt wirklich ein starkes Wachstum (seiner Schulden) !

JEDER sollte sich überlegen, ob er dieses „System“ weiter unterstützen möchte, denn eine „Rückzahlung“ der Schulden und damit auch der Versicherungsleistung ist – wie wir von Herrn Eichel gehört haben – ausgeschlossen, bestenfalls wird ein Teil der Schulden noch bedient.

Und vergessen sollten wir die „Einlagen-oder Ausfallsicherungssysteme“ der Versicherungen, die können nur greifen, sofern EINE Versicherung Probleme hat, nicht aber dann, wenn der Fehler im GESAMTEN System liegt und damit ALLE Versicherungen betroffen sind.

Ein „Schuldenschnitt“ – oftmals auch „Haircut“ genannt – ist in der heutigen Zeit absurd ?

Grober Irrtum, jüngstes Beispiel dafür ist Argentinien, fragen Sie mal einen Gläubiger von argentinischen Staatsanleihen, wie sich seine Anleihen „verpulverisiert“ haben.

Diejenigen, die das „Umtauschangebot“ der Regierung in „neue“ Anleihen wahrgenommen haben und diese dann auch noch nach  Zusammenbruch der Lehmann Brothers hielten und später vor der einsetzenden (künstlichen) Erholung wieder verkauften, haben so gut wie alles verloren.

Ja, die grenzenlose Staatsverschuldung kennt eben auch keine „räumlichen“ Grenzen.

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