September 2011


Am 7. September 2011 nickte das Bundesverfassungsgericht die bisherigen „Rettungsbemühungen“ unserer „Regierung“ betreffend der Schrottwährung EURO dem Grunde nach ab, stärkte zumindestens augenscheinlich die „Rechte“ des Parlaments, also der Abgeordneten, die UNSERE Interessen vertreten sollen.

Prinzipiell war nun der Weg frei für den ESFS, also dem „neuen“ Rettungsschirm.

An dieser Stelle sei gesagt, dass es KEINE Rolle spielt, wie das „rettende Kind“ nun genannt wird, mit solchen Belanglosigkeiten können wir uns nicht beschäftigen, man sollte sich nur merken, dass mit JEDEM neuen Begriff eine weitere Stufe der Massenvernichtung des noch verbliebenden „Wohlstands“ gezündet wird.

Die Abstimmung zu diesem ESFS ist am 29.09.2011 erfolgt, ZWEI TAGE ZUVOR gab es eine „Probeabstimmung“, die praktischerweise auch gleich die „Abtrünnigen“ enttarnt.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13628981/Elf-Unions-Abgeordnete-gegen-Merkels-Euro-Kurs.html

Nun frage ich mich schon, wieso sich die betroffenen Personen überhaupt „enttarnen“ lassen, ich würde an deren Stelle bei Kenntnis dieser doch sehr UNDEMOKRATISCHEN Praxis ERST bei der ENDGÜLTIGEN Abstimmung meine „echte“ Stimme abgeben, aber das ist eine andere Sache.

Vielmehr stellt sich die Frage, wieso in einer ALLSEITS BEHAUPTETEN DEMOKRATIE eine „Probeabstimmung“  überhaupt durchgeführt wird, ja eigentlich möglich ist ?

Nach Art 38 GG ist der Abgeordnete nur seinem freien Gewissen gegenüber verpflichtet, er ist WEDER AN AUFTRÄGE NOCH AN WEISUNGEN GEBUNDEN, somit HABEN die „Volksvertreter“ weder der „Fraktion“, noch der „Bundeskanzlerin“ zu „dienen“.

Was es aber heißt, eine andere Meinung zu vertreten, GEGEN einen „weiteren“ Rettungsschirm und damit GEGEN unsere Staatsratsvorsitzende Merkel zu stimmen, musste kürzlich Herr Bosbach (CDU) schmerzlich erfahren:

„Es sind auch ein paar auf mich zu gekommen, zum Teil auch mit Vorwürfen, die sachlich abwegig und sprachlich völlig unter der Gürtellinie waren. (…) Wenn gesagt wird, der ist ja nur dagegen, weil er der Angela Merkel eins auswischen will, dann wird die Grenze zur üblen Nachrede überschritten. (…) So was muss einem schon an die Nieren gehen, besonders in einer C-Partei.“

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/psychogramm-eines-euro-abweichlers/4671806.html

Zweck dieser „Probeabstimmungen“ ist es einzig und allein, die „Abtrünnigen“ zu bearbeiten und weichzuklopfen, um dann mit ihnen eine „marktkonforme“ Entscheidung herbeizuführen, ja, DAS hat selbst mit „parlamentarischer“ Demokratie NICHTS mehr zu tun.

Als ob DIESE Praktiken nicht schon die absolute Demontage der deutschen „Demokratie“ offenlegen, soll der Mund den Abtrünnigen auch noch gleich mit VERBOTEN werden, es wurde versucht zu verhindern, dass sie im Bundestag sprechen dürfen, in diesem Fall hat DAS Herr Lammert wenigstens abgewendet.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13635107/Union-haelt-Lex-Lammert-fuer-rechtlich-zweifelhaft.html

Und als ob es nicht noch schlimmer kommen könnte, stellt sich bei vielen Abgeordneten heraus, dass sie von den GRUNDLEGENDEN Kenntnissen des ESFS (Bürgschaftshöhe, betroffene Länder etc.) KEINE Ahnung haben, das setzt dieser ganzen Abstimmungsfarce dann letztendlich noch die Krone auf.

„Herr vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“, DAS ist HIER durchaus auch sprichwörtlich zu sehen.

Dabei hätten wir doch noch soviele Fragen an unsere „Volksvertreter“, Herr Pelzig hat viele davon für uns mal kurz zusammengefasst:

Es wird uns leider immer wieder bewußt gemacht, dass wir in einer Scheindemokratie leben, die von uns gewählten „Volksvertreter“ werden innerhalb ihres Parteiensumpfes kontrolliert und sind oftmals ZUDEM noch ahnungslos.

Mit der Demontage der Volksvertetung wird natürlich auch unser Wahlrecht GANZ OFFEN ad absurdum geführt, weise Zungen behaupten ja, dass wir nur deshalb ein Wahlrecht haben, weil wir mit unserer Stimme in Wirklichkeit keine ECHTE WAHL ausüben können.

Nun, soweit brauchen wir gar nicht zu gehen, Frau Merkel hat in der kommenden Ansprache wahrscheinlich eine der wenigen Wahrheiten in ihrem GANZEN Leben gegenüber den Bürgern ausgesprochen:

Sind Sie immer noch der Ansicht, mit WAHLEN eine politische Entscheidung in IHREM SINNE herbeiführen zu können ?

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Man spricht von faktisch bankrotten Euro-Staaten wie Griechenland, Irland, Portugal etc.

Aber wer spricht von Deutschland ?

Die deutschen Staatsschulden – aktuell rund 2 BILLIONEN Euro:

Für viele Deutsche ein relativ uninteressantes Thema, fühlt man sich doch nicht eigens betroffen.

Wir sollten aber nicht vergessen, dass WIR der „Staat“ sind, auch wenn wir von der „herrschenden“ Politkaste nicht so behandelt werden, ja, nicht einmal ein noch so leises „Gefühl“ vermittelt bekommen.

Die „politische Welt“ sollte sich einmal vor Augen führen, WER sie wirklich sind, sie sind nur UNSERE ANGESTELLTEN, mehr nicht. Diese treffende Aussage traf vor kurzem Gunter Gabriel bei Markus Lanz ( ab 2:22 ). Man kann von ihm halten, was man will, aber er spricht eine TATSACHE aus, über welche die Mehrheit der Bevölkerung nicht mal im stillen Kämmerlein nachdenkt.

WER macht diese Staatsverschuldung überhaupt möglich, wer stellt DAZU die Gelder bereit ?

Nun, jedem sind die laufenden „Appelle“, für das Alter „vorzusorgen“ noch gegenwärtig, die Ohren „klingeln“ immer noch, man könnte sagen, „die Aufforderung“ ist in Fleisch und Blut übergegangen.

Ja, WIR, die BEVÖLKERUNG machen jede weitere Schuldenorgie Jahr für Jahr möglich, indem wir WEITER in Lebens-/Rentenversicherungsprodukte wie Riester, Rürup etc. einzahlen bzw. NEUE Verträge ABSCHLIESSEN.

Denn unsere Vertragspartner, die Versicherungsgesellschaften, legen die eingezahlten Beitrage im wesentlichen in (natürlich auch deutschen) STAATSANLEIHEN an.

Das Manager-Magazin schreibt in seinem Artikel vom 10.08.2011:

„Die Branche legt das Geld der Kunden (rund 734 Mrd. €) zu knapp 90% in festverzinsliche Rentenpapiere an, ein Teil davon (rund 9%, wird im Absatz darunter genannt) auch in Staats- und Unternehmensanleihen der unter Beschuß stehenden Euro-Staaten.“

http://www.manager-magazin.de/finanzen/versicherungen/0,2828,779330,00.html

Lassen wir jetzt mal die laufende Finanzkrise, die NIE „weg“ war, allenfalls wurde sie „wegdiskutiert“, samt ihren möglichen Folgen mal ganz beiseite.

Vor einiger Zeit wurde uns von Finanzminister Hans Eichel eine doch sehr aufschlußreiche Wahrheit (ab 4:25) präsentiert:

„DAS (Anm.: „Schulden“) machen wir jetzt seit über dreißig Jahren, ZAHLEN AUCH NICHTS zurück, wenn ein Kredit fällig wird, wird ein NEUER aufgenommen, um den ALTEN abzulösen.“

oder auch alternativ als PodCast (ab 3:33):

http://daserste.ndr.de/panorama/media/staatsverschultung100.html

Die Beihilfe bzw. Mittäterschaft der vermittelnden BRD-Finanzagentur GmbH zum „Kreditbetrug“ der BRD wird HIER also UNVERFROREN eingeräumt, das ist ein absoluter Skandal.

Nun sollte aber JEDEM klar sein, der auch nur die Grundkenntnisse der Mathematik beherrscht, dass diese Methode aufgrund des Zinseszinseffekts zeitlich BEGRENZT ist, rund 60 Jahre IST ES SCHON GUT GEGANGEN.

Die Aufnahmen des zitierten Videos stammten aus dem Jahre 2002.

Bereits zu dieser Zeit betrug die deutsche Staatsverschuldung etwas mehr als 1,2 Billionen, d.h. durch absolut verfehlter „Haushaltspolitik“ und nicht zuletzt dank des Zinseszinseffekts ist die Verschuldung dannach innerhalb von rund 9 Jahren bis ins Jahr 2011 um 0,8 Billionen Euro und damit um 66,67% angestiegen.

Das ist in der Tat eine „ordentliche“ Leistung, wenn man bedenkt, dass die Verschuldung von rund 1,2 Billionen Euro vor dem Jahre 2002 in der Zeit zwischen 1948 und 2001, also erst innerhalb von 53 Jahren entstanden sind.

Bravo, Deutschland erlebt wirklich ein starkes Wachstum (seiner Schulden) !

JEDER sollte sich überlegen, ob er dieses „System“ weiter unterstützen möchte, denn eine „Rückzahlung“ der Schulden und damit auch der Versicherungsleistung ist – wie wir von Herrn Eichel gehört haben – ausgeschlossen, bestenfalls wird ein Teil der Schulden noch bedient.

Und vergessen sollten wir die „Einlagen-oder Ausfallsicherungssysteme“ der Versicherungen, die können nur greifen, sofern EINE Versicherung Probleme hat, nicht aber dann, wenn der Fehler im GESAMTEN System liegt und damit ALLE Versicherungen betroffen sind.

Ein „Schuldenschnitt“ – oftmals auch „Haircut“ genannt – ist in der heutigen Zeit absurd ?

Grober Irrtum, jüngstes Beispiel dafür ist Argentinien, fragen Sie mal einen Gläubiger von argentinischen Staatsanleihen, wie sich seine Anleihen „verpulverisiert“ haben.

Diejenigen, die das „Umtauschangebot“ der Regierung in „neue“ Anleihen wahrgenommen haben und diese dann auch noch nach  Zusammenbruch der Lehmann Brothers hielten und später vor der einsetzenden (künstlichen) Erholung wieder verkauften, haben so gut wie alles verloren.

Ja, die grenzenlose Staatsverschuldung kennt eben auch keine „räumlichen“ Grenzen.